• Deutsch
  • English

Highlights und Analysen – mein Blick auf die ersten Wochen der Saison

Ich hoffe, ihr seid alle gut in das neue Jahr gestartet – der Jahreswechsel ist für mich ein schöner Anlass gewesen, auf die letzten Wochen der Saison zurückzublicken.

Natürlich waren die letzten beiden Rennen in Courchevel und am Semmering mit den beiden zweiten Plätzen ein Highlight für mich. Dass ich es beim Riesenslalom in Courchevel auf das Podest geschafft habe – das tat mir sehr gut, weil ich bisher an diesem Ort nicht ganz so erfolgreich war. Der Riesenslalom am Semmering hat mir dann gezeigt, dass der Speed definitiv da ist: Vom zehnten Platz aus auf das Podest zu fahren, das war eine gute Leistung. Meine Form stimmt, und ich freue mich auf die nächsten Riesenslalom.

Beim Super-G in Gröden hat mich der siebte Platz schon geärgert. Es war ein sehr knappes Rennen, aber ich habe nicht so sehr das Limit gesucht, wie ich es eigentlich hätte tun sollen. Ich habe gemerkt, dass ich noch mehr an meine Grenzen gehen muss, wenn ich beim Super-G ganz vorne mitfahren will. Aber insgesamt stimmt im Super-G mein Gefühl: Ich bin jetzt in dieser Disziplin angekommen, und es läuft immer besser für mich: Ich bringe meine Läufe mit einer größeren Leichtigkeit und mit viel Gespür den Berg hinunter. Das ist eine schöne Erfahrung – meine Leidenschaft und mein Ehrgeiz für diese Disziplin sind geweckt. Deshalb war der dritte Platz beim Super-G in Lake Louise eines der ersten Highlights in der Saison.

In Sölden war ich beim Riesenslalom ganz nah am Podest, habe aber beim zweiten Lauf unten im flachen Streckenabschnitt einen Fehler gemacht. Ich konnte meinen zweiten Platz aus dem ersten Lauf nicht halten und musste mich dann mit dem vierten Platz zufriedengeben. Ich bin mit den Wetterverhältnissen vor Ort nicht so gut zurechtgekommen, habe aber gesehen, dass ich mental stark in die Saison starte und gut vorbereitet bin.

Und nun will ich einen Blick auf meine schwierigen Rennen werfen, auf die Rennen, die einfach anders gelaufen sind als ich es mir vorgestellt habe: Der Ausfall in Killington hat natürlich geschmerzt, weil ich gut unterwegs war. Ich habe eigentlich einen guten Lauf gemacht, ich bin schnell gestartet, aber nach einem Fehler konnte ich das Rennen leider nicht zu Ende bringen. Aber auch hier gilt: Analysieren und weitermachen.

Und auch der Super-G in St. Moritz hat nicht ganz so funktioniert, so wie ich es mir vorgenommen hatte. Hier bin ich auf den achten Platz gefahren. Eigentlich haben die Technik und die Art und Weise, wie ich gefahren bin, gepasst; ich habe mich gut gefühlt – aber es haben einfach in diesem Moment kleine Nuancen gefehlt. Wir haben das Rennen im Nachgang natürlich analysiert und gesehen, dass ich mich immer noch verbessern kann.

Die Abfahrt in Lake Louise war nicht einfach für mich. Ich fühle mich in dieser Disziplin noch nicht so wohl, wie ich es brauche. Ich möchte hier ein viel besseres Gespür für die Verhältnisse für das Gelände entwickeln. Auch hier werden wir noch an gewissen Stellschrauben drehen, um mit einem guten und sicheren Gefühl die Rennen in Angriff zu nehmen – auch, wenn mein Hauptfokus auf dem Riesenslalom und dem Super-G liegt.

Den Januar werde ich weiter nutzen, um meine gute Form zu bestätigen und mental stark in den Februar zu gehen. Bei der WM in Are will ich dann um die Medaillen mitfahren.

Ich blicke also voller Motivation und Freude auf die nächsten Wochen! Ein schönes Gefühl zum Anfang des neuen Jahres …

Eure Viktoria