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Das richtige Gefühl zählt manchmal mehr als das Ergebnis!

Endlich habe ich wieder Zeit und etwas Ruhe, um auf meine letzten Wochenenden und Rennen zurückzublicken. Es ist wahnsinnig viel passiert!

Das Rennwochenende in Garmisch-Partenkirchen war ein sehr emotionales, eigentlich aber cooles Wochenende. Ein Jahr vorher bin ich hier zweimal auf dem Podium gestanden – Platz zwei im Super-G und Platz drei in der Abfahrt, und eine Wiederholung dieser Erfolge wäre schön gewesen. Ich habe mich nach einem kurzen Erinnerungsmoment aber nicht weiter auf diese Gedanken einlassen, um unverkrampft in das Rennwochenende starten zu können.

In der Abfahrt war ich super dabei: Ich bin mit der Startnummer 1 ins Rennen gegangen und mit einer guten Leistung auf den dritten Platz gefahren, mein erstes Podium in der Abfahrt in dieser Saison! Beim Super-G hat für mich auch alles gepasst: Wenn man hier vorne mitfahren will, muss man immer ans Limit gehen – im unteren Teil der Rennstrecke war es dann zu viel: Nach guten Zwischenzeiten bin ich von der Linie zu gerade geworden und habe somit das nächste Tor nicht mehr erreicht. Das war für mich nicht einfach zu akzeptieren: Auch wenn so etwas zu meinem Sport dazugehört und mir das auch nicht das erste Mal passiert ist, tat der Ausfall vor Heimpublikum besonders weh. Trotzdem musste ich es abhaken und mich voller Energie auf die kommenden Rennen konzentrieren – der Speed stimmt 🙂

Mit meinem Servicemann habe ich gerade an diesem Wochenende mein Set-up auf den Speed-Ski nochmals optimieren können: Wir konnten viel testen, und das war sehr wichtig für uns. Nun sind wir gut aufgestellt. Am Kronplatz habe ich dann endlich wieder das Fahrgefühl gespürt, wonach ich mich wochenlang gesehnt habe. Es fühlt sich jetzt alles richtig an – und gerade dieses stimmige Gefühl mit in die nächsten Rennen nehmen zu können, ist immens wichtig für mich. Deshalb war für mich das Ergebnis zwar nicht zufriedenstellend, aber nicht ganz so wichtig!

Cortina d’Ampezzo ist immer eine Reise wert. Auch hier bin ich im letzten Jahr beim Super-G auf das Podest gefahren. Ich habe in der Abfahrt zwar knapp das Podium verpasst und beim Super-G den fünften Platz geholt, aber ich blicke zufrieden auf beide Tage zurück: Ich bin in beiden Rennen nicht an meinem absoluten Limit gefahren, sondern habe zwei solide Läufe runtergelegt. Und ich weiß, dass hier noch mehr möglich ist!

Ich sehe, dass ich Schritt für Schritt weiterkomme und mich kontinuierlich verbessert habe – deshalb kann die WM in St. Moritz jetzt kommen 🙂

Eure Viktoria