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Viktoria RebensburgAm 4. Oktober 1989 wurde Viktoria Rebensburg im oberbayrischen Kreuth am Tegernsee geboren und stand bereits im Alter von 3 Jahren auf Skiern. In der Schülerklasse fielen den Trainern ihr außergewöhnliches Talent sowie ihr sportlicher Ehrgeiz auf. Schon damals hatte Viktoria ihren ganz eigenen Fahrstil, durch den sie heute einen der schnellsten Riesenslalomschwünge im alpinen Skizirkus fährt. Mit 15 Jahren wurde Viktoria aufgrund ihrer starken Leistungen in den C-Kader des Deutschen Skiverbandes aufgenommen und wusste schon in den ersten FIS-Rennen zu überzeugen. Bei der Deutschen Meisterschaft im März 2006 sorgte die Oberbayerin erstmals für Aufsehen, als sie mit gerade einmal 16 Jahren den Titel im Super-G gewann. Im Dezember desselben Jahres feierte Viktoria auf der österreichischen Reiteralm ihr Weltcup Debüt. Am 13. Februar durfte die Ausnahmeathletin in ihrer Paradedisziplin, dem Riesenslalom, bei der Weltmeisterschaft im Schwedischen Are starten. Das Vertrauen der Trainer bestätigte sie eindrucksvoll mit einem 8. Platz.

Im Februar 2008 nahm Viktoria bei der Juniorenweltmeisterschaft im spanischen Formigal teil. Mit Gold im Super-G, Silber im Riesenslalom sowie Bronze in der Abfahrt wurde sie ihrer Favoritenrolle gerecht. Mit einigen Top-Ten-Plätzen im Weltcup und den Weltmeistertiteln im Riesenslalom und Super-G bei den Juniorenweltmeisterschaften 2009 in Garmisch-Partenkirchen, zeigte die Oberbayerin einmal mehr ihre Ausnahmestellung.

Im Dezember 2009 fuhr sie erstmals in einem Weltcup-Rennen im Riesenslalom unter die fünf Schnellsten. Nach dem 2. Platz in Cortina d’Ampezzo im Januar 2010 ging es für die Kreutherin mit viel Selbstbewusstsein zu den Olympischen Spielen nach Vancouver. Am 25. Februar 2010 übertraf Viktoria alle Erwartungen und wurde mit 20 Jahren Olympiasiegerin im Riesenslalom. Dass sie sich in der Weltspitze fest etablieren möchte, bewies die Oberbayerin in der folgenden Saison. Nach ihrem ersten Weltcup-Sieg im Riesenslalom am 25. Oktober 2010 in Sölden, gewann Viktoria im Frühjahr 2011 auch in Zwiesel und in Spindlermühle und sicherte sich somit den Gesamtsieg im Riesenslalomweltcup.

In die Saison 2011/2012 knüpfte die Ausnahmeathletin an die Erfolge des vorherigen Winters an. Dem 2. Platz in Sölden ließ Viktoria den Sieg im Riesenslalom von Aspen folgen, im März 2012 holte sie in ihrer Paradedisziplin vor heimischen Publikum zweimal Gold. Beim Saisonfinale in Schladming bestätigte Viktoria zudem ihr großes Talent in den Speed-Disziplinen mit einem beeindruckenden 1. Platz im Super-G. Drei Tage später triumphierte die Kreutherin erneut im Riesenslalom und stand damit wiederholt als Siegerin der Disziplinen-Wertung fest. In ihrer vierten Weltcup-Saison (2012/2013) stand Viktoria insgesamt fünfmal auf dem Podest: Im Riesenslalom holte sie in Aspen und Ofterschwang je eine Bronzemedaille, in St. Moritz wurde sie Zweite und belegte in Are den 1. Platz. Mit einem Sieg im Super-G in Cortina d’Ampezzo beendete Viktoria das WM-Jahr und bewies mit dem 6. Platz im Gesamtweltcup eindrucksvoll, dass sie mit ihren 24 Jahren bereits zur absoluten Weltspitze gehört.

In der Saison 2013/2014 fuhr Viktoria beim Auftaktrennen in Sölden auf den 3. Platz und qualifizierte sich damit auf Anhieb für die zweiten Olympischen Winterspiele in ihrer jungen Karriere. Aufgrund einer hartnäckigen Bronchitis konnte sie bei den anschließenden Weltcup-Rennen zunächst nicht ihr volles Potenzial abrufen und musste in der unmittelbaren Olympia-Vorbereitung mit einer Lungenentzündung fünf Wochen lang vollkommen auf Training sowie Weltcup-Starts verzichten. Umso beeindruckender war das Comeback der Kreutherin bei den Olympischen Spielen 2014 am Hang in Rosa Chutor in Sotschi, wo sie sich mit einem sensationellen zweiten Lauf im Riesenslalom die Bronzemedaille sicherte. Wieder genesen bestätigte Viktoria mit einem 2. Platz in Are ihre Favoritenrolle im Riesenslalom.

Zur Saison 2014/2015 wechselte Viktoria zum Skihersteller Stöckli und war zunächst vor allem in den Speed-Disziplinen erfolgreich. In der Abfahrt belegte die Ausnahmeathletin im Dezember 2014 in Val d’Isère den 2. Platz, im Januar 2015 in Cortina d’Ampezzo Platz 3. Mit komplett neuem Ski ging Viktoria bei der WM in Vail/Beaver Creek im Februar 2015 im Riesenslalom an den Start und sicherte sich nach einem hervorragenden zweiten Lauf den Vize-Weltmeistertitel. Bereits eine Woche später knüpfte sie an die gute Leistung an und wurde in ihrer Paradedisziplin in Maribor erneut Zweite.

Viktoria startete mit 5 Top-Ten Platzierungen in die Saison 2015/2016, bevor sie Ende Dezember in Lienz im Riesenslalom zum ersten Mal aufs Treppchen fuhr. Nach dem Jahreswechsel gewann sie die Riesenslalom Weltcuprennen in Flachau und Maribor und feierte bis zum letzten Rennwochenende vier weitere Podestplätze. Das Saisonfinale in St. Moritz Mitte März hätte spannender nicht sein können: Eva-Maria Brem führte mit 52 Punkten in der Riesenslalom-Wertung vor Viktoria. Die Kreutherin absolvierte einen überragenden zweiten Lauf und sicherte sich den dritten Weltcup Sieg der Saison. Die Österreicherin Brem fuhr auf Platz 4 und behielt denkbar knapp den Vorsprung in der Disziplinenwertung. Viktoria sicherte sich neben dem 2. Platz im Riesenslalom-Weltcup, den 3. Platz im Gesamtweltcup und erzielte mit 1.147 die höchst Punktzahl ihrer bisherigen Karriere.

Größte Erfolge
Olympische Spiele
Bronze Riesenslalom Sotchi 2014
Gold Riesenslalom Vancouver 2010
Weltmeisterschaften
2. Platz Riesenslalom Weltmeisterschaft 2015
5. Platz Super-G Weltmeisterschaft 2015
5. Platz Riesenslalom Weltmeisterschaft 2011
Weltcup
13 Weltcup-Siege
3. Platz Gesamtweltcup 2015/2016
2. Platz Riesenslalom Weltcup 2015/2016
6. Platz Gesamtweltcup 2012/2013
Siegerin Riesenslalom Weltcup 2011/2012
Siegerin Riesenslalom Weltcup 2010/2011
Juniorenweltmeisterschaften
Gold Super-G 2009
Gold Riesenslalom 2009
Gold Abfahrt 2008
Silber Super-G 2008
Bronze Riesenslalom 2008
Saison2016/2017
5. PlatzAbfahrt Lake Louise
3. PlatzRiesenslalom Semmering
5. PlatzRiesenslalom Maribor
3. PlatzAbfahrt Garmisch-Partenkirchen
4. PlatzAbfahrt Cortina d’Ampezzo
5. PlatzSuper-G Cortina d’Ampezzo
4. PlatzSuper-G St. Moritz
4. PlatzRiesenslalom Aspen
Saison2015/2016
1. PlatzRiesenslalom St. Moritz
2. PlatzRiesenslalom Jasna
2. PlatzSuper-G Garmisch-Partenkirchen
3. PlatzAbfahrt Garmisch-Partenkirchen
1. PlatzRiesenslalom Maribor
3. PlatzSuper-G Cortina d’Ampezzo
1. PlatzRiesenslalom Flachau
3. PlatzRiesenslalom Lienz
Saison2014/2015
2. PlatzRiesenslalom Maribor
3. PlatzAbfahrt Cortina d’Ampezzo
2. PlatzAbfahrt Val d’Isère
Saison2013/2014
3. PlatzRiesenslalom Sölden
2. PlatzRiesenslalom Are
Saison2012/2013
3. PlatzRiesenslalom Ofterschwang
1. PlatzSuper-G Cortina d’Ampezzo
1. PlatzRiesenslalom Are
2. PlatzRiesenslalom St. Moritz
3. PlatzRiesenslalom Aspen
Saison2011/2012
1. PlatzRiesenslalom Schladming
1. PlatzSuper-G Schladming
3. PlatzRiesenslalom Are
1. PlatzRiesenslalom Ofterschwang
1. PlatzRiesenslalom Ofterschwang
3. PlatzRiesenslalom Kranjska Gora
1. PlatzRiesenslalom Aspen
2. PlatzRiesenslalom Sölden
Saison2010/2011
1. PlatzRiesenslalom Sölden
2. PlatzRiesenslalom Aspen
1. PlatzRiesenslalom Zwiesel
1. PlatzRiesenslalom Spindlermühle
Saison2009/2010
2. PlatzRiesenslalom Cortina d’Ampezzo
4. PlatzRiesenslalom Garmisch Riesenslalom
5. PlatzAbfahrt Crans-Montana
5. PlatzRiesenslalom Lienz